25.02.2026 | Projekte
Übersetzerin Ursula Bachhausen bringt Schülern die Poesie näher
„Macht da mit“, sagt Mila Wichmann begeistert. Sie gehört zu den 25 Schülerinnen und Schülern des sechsten Jahrgangs der IGS Achim, die an einem besonderen Literatur-Workshop in der Schulbibliothek teilnehmen durften. Zu Gast war die Übersetzerin Ursula Bachhausen, die das Bilderbuch „Geheimnisvolle Himmelstiere“ von Aina Bestard vorstellte. Das Werk mit Kindergedichten über Tiersternbilder wurde von ihr aus dem Katalanischen ins Deutsche übertragen.
Die IGS Achim legt schon seit mehreren Jahren einen besonderen Fokus auf Sprache und Literatur. „Mindestens einmal im Jahr findet für jeden Jahrgang eine Lesung statt“, erklärt Jahrgangsleiterin Hanna Kück. Für den Workshop wurden gezielt Schülerinnen und Schüler ausgewählt, bei denen besondere sprachliche und gestalterische Begabungen erkennbar sind.
Nach einer Einführung in das Buch analysierten die Kinder gemeinsam Gedichte, bevor sie selbst kreativ wurden. In Kleingruppen verfassten sie eigene Texte zu ausgewählten Tiersternbildern. Dabei standen Fantasie, Reim und Gestaltung im Mittelpunkt. „Man konnte seine Ideen frei entwickeln“, berichten die Teilnehmenden begeistert.
Die konzentrierte Arbeitsatmosphäre in der Bibliothek und die intensive Begleitung durch die Übersetzerin machten den Vormittag zu einem besonderen Erlebnis. „Für die Schüler und Schülerinnen ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn sie in die Bibliothek dürfen und die dann auch noch ganz für sich haben“, so Kück. Auch die Schülerin Mila erklärt die Besonderheit der Bibliothek: „Da ist so eine ruhige Atmosphäre, dass man sich richtig in die Aufgabe reinversetzen kann.“
Knapp drei Stunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler hochkonzentriert an ihren Gedichten und haben dabei sichtlich Spaß. „Es ist schön zu hören, wenn Kinder sagen: Das war einer der schönsten Tage ihrer Schulzeit“, so Kück.
Aus den entstandenen Gedichten soll nun ein eigenes Buchprojekt entwickelt werden. Ermöglicht wurde der Workshop durch eine erfolgreiche Bewerbung bei der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die das Projekt finanziell unterstützte. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind bereits in Planung.
