28.04.2026 | Schulleben
Chemie ist langweilig? Bei uns doch nicht!
Wer glaubt, dass man Zehntklässler am Freitag nur noch mit Mühe im Klassenraum hält, hat die Rechnung ohne Frau Banfi und Frau Nicolaus gemacht. Die beiden haben den NW-Grundkurs kurzfristig übernommen und beweisen eindrucksvoll, dass Naturwissenschaften alles andere als graue Theorie sein müssen. So hat die Doppelstunde am Ende der Woche einen neuen Stellenwert erhalten: Hier wird nicht sehnsüchtig auf die Uhr geschaut, sondern gemeinsam konzentriert geforscht.
Theorie trifft Praxis: Das Freitags-Ritual
Jeden Freitag in der Doppelstunde herrscht im Chemieraum eine Atmosphäre, die man fast schon als „elektrisierend“ bezeichnen könnte. Das Konzept der beiden neuen Lehrkräfte ist dabei so simpel wie effektiv: Zuerst wird gemeinsam das theoretische Fundament erarbeitet – schließlich muss man wissen, warum es knallt, bevor man es knallen lässt. Doch die Belohnung folgt auf dem Fuße, denn der zweite Teil der Stunde gehört traditionell dem Experiment.
Von Rotkohl und ausbrechenden Vulkanen
Das aktuelle Thema „Säuren und Basen“ wurde bereits mit allen Sinnen erforscht. Die Highlights der letzten Wochen lesen sich wie das Rezeptbuch eines modernen Alchemisten:
Mit selbst hergestellter Rotkohllösung wurden verschiedene Flüssigkeiten auf ihren pH-Wert untersucht – von tiefstem Pink bis zu giftigem Grün war alles dabei.
Ein „selbstaufblasbarer Luftballon“ sorgte für staunende Gesichter und bewies, dass Gase einen beeindruckenden Tatendrang entwickeln können.
Ein chemischer Vulkan brachte nicht nur Schaum, sondern auch Begeisterung zum Überlaufen.
Besonders beeindruckend ist dabei die Haltung der Zehntklässler. Trotz der kurzfristigen Umstellung und der Tatsache, dass der Kurs am Ende der Woche liegt, zeigen sich die Schülerinnen und Schüler außergewöhnlich motiviert und diszipliniert. Es herrscht eine Arbeitsstimmung, in der Fragen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht sind.
Um diesen hohen Standard zu halten, fordern die beiden “Power-Lehrenden” am Ende jeder Stunde ein ehrliches Feedback ein. Das Ergebnis? Bisher durchweg positive Resonanz – die Schüler schätzen den Mix aus fachlicher Tiefe und praktischem Erleben.
Frau Banfi und Frau Nicolaus blicken ebenfalls mehr als zufrieden auf die Zusammenarbeit:
„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Konzentration die Schüler bei der Sache sind – selbst wenn es freitags eigentlich schon Richtung Wochenende geht. Wenn am Ende der Stunde ein Vulkan ausbricht und gleichzeitig die chemischen Formeln dahinter verstanden wurden, haben wir alles richtig gemacht. Diese positive Energie im Kurs macht uns das Unterrichten leicht!“
Wir freuen uns auf weitere spannende Experimente und sind gespannt, was im NW-Raum als Nächstes „hochgeht“ – natürlich nur im rein wissenschaftlichen Sinne!
