Kultusminister gibt Rückenwind für die Oberstufe

Die Befürworter einer Oberstufe an der IGS Achim dürfen seit Montag noch mehr darauf hoffen, dass diese zum Schuljahr 2023/24 tatsächlich eingeführt wird. Wenige Tage nachdem der Stadtrat beschlossen hatte, dafür einen Antrag bei der Landesschulbehörde zu stellen, unterstützte kein Geringerer als Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bei einem Besuch an der Schule das Vorhaben.

„Ich finde den eingeschlagenen Weg, dass zur IGS eine Oberstufe gehört, völlig richtig“, bezog der Ressortchef klar Position. Das auch andernorts angeführte Argument von Kritikern, dass dadurch Schulen mit konkurrierendem Angebot geschwächt würden, sei nicht stichhaltig. „Nein, ich habe andere Erfahrungen gemacht“, sagte Tonne im Forum der IGS Achim.

Zuvor hatte Direktorin Kerstin Albes-Bielenberg den auf Einladung von SPD-Bürgermeisterkandidatin Cornelia Schneider-Pungs nach Achim gekommenen Minister willkommen geheißen. Zum Termin an der Schule und anschließend zum Teil noch im Kasch begrüßte sie unter anderem auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld, SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth sowie die Leiterinnen und Leiter der Grundschulen im Stadtgebiet und der Erich-Kästner-Schule.

„Chancengleichheit darf 8,5 Millionen kosten“, griff Albes-Bielenberg gleich zu Beginn der Veranstaltung eine Überschrift dieser Zeitung zum Thema IGS-Oberstufe auf. Im kommenden Schuljahr werde die Gesamtschule, die mit Kindern aus unterschiedlichen Kulturen und 26 Nationen „bunt und vielfältig“ sei, über 600 Schüler und mehr als 50 Lehrkräfte verfügen, informierte sie. Dazu komme dann auch noch eine Kooperationsklasse der Helene-Grulke-Schule, die junge Menschen mit geistigem Förderbedarf unterstützt. „Wir sehen in der Vielfalt eine große Chance, Toleranz und Respekt einzuüben“, betonte die IGS-Leiterin. Und sie sei stolz auf das, was das Kollegium und die Schülerschaft in der schwierigen Zeit der Pandemie geleistet hätten.

Dann überließ Albes-Bielenberg Fünftklässler Ridvan das Feld. „Wir wünschen uns mehr Lehrkräfte, kleinere Klassen und größere Räume. Luftfilter wären auch ganz gut“, sprach der Junge ins Mikrofon. „Und ich möchte das Abitur hier an der IGS machen, dafür brauchen wir die Oberstufe“, ließ der Schüler den Minister wissen.

Den Personalschlüssel an den Schulen zu verbessern und Anbauten zu schaffen, seien schwierige, kostspielige Aufgaben, räumte Tonne ein. Der Bildungspolitiker zeigte sich „beeindruckt, was diese junge, erst seit 2017 bestehende Schule schon alles erreicht hat“. Zuletzt, während der Pandemie, hätten Lehrer und Schüler vor großen Herausforderungen gestanden. Tonne, für den Schneider-Pungs einst als persönliche Referentin gearbeitet hatte, dankte aber auch den Eltern für ihren Einsatz und ihr Verständnis in der Zeit der Lockdowns, als Homeschooling „mit all den damit verbundenen Belastungen“ angesagt gewesen sei.

„Umso mehr ärgert mich die Debatte über Lernrückstände“, bekannte das Mitglied der Landesregierung. Die Eigen- und Selbstorganisation sei für die Schüler eine „verdammt harte Aufgabe“ gewesen. „Gemeinsames Lernen blieb leider auf der Strecke.“ Zur von mancher Seite geforderten „Sommerschule“ habe er klar „Nein“ gesagt. „Was ist das für eine Vorstellung, in den sechs Wochen Ferienzeit liegengebliebenen Stoff in die Schüler reinprügeln zu wollen?“, sagte Sozialdemokrat Tonne und schloss seine Rede mit den Worten: „Alle sollen nun die Ferien mit gutem Gewissen genießen.“

Den Personalschlüssel an den Schulen zu verbessern und Anbauten zu schaffen, seien schwierige, kostspielige Aufgaben, räumte Tonne ein. Der Bildungspolitiker zeigte sich „beeindruckt, was diese junge, erst seit 2017 bestehende Schule schon alles erreicht hat“. Zuletzt, während der Pandemie, hätten Lehrer und Schüler vor großen Herausforderungen gestanden. Tonne, für den Schneider-Pungs einst als persönliche Referentin gearbeitet hatte, dankte aber auch den Eltern für ihren Einsatz und ihr Verständnis in der Zeit der Lockdowns, als Homeschooling „mit all den damit verbundenen Belastungen“ angesagt gewesen sei.

„Umso mehr ärgert mich die Debatte über Lernrückstände“, bekannte das Mitglied der Landesregierung. Die Eigen- und Selbstorganisation sei für die Schüler eine „verdammt harte Aufgabe“ gewesen. „Gemeinsames Lernen blieb leider auf der Strecke.“ Zur von mancher Seite geforderten „Sommerschule“ habe er klar „Nein“ gesagt. „Was ist das für eine Vorstellung, in den sechs Wochen Ferienzeit liegengebliebenen Stoff in die Schüler reinprügeln zu wollen?“, sagte Sozialdemokrat Tonne und schloss seine Rede mit den Worten: „Alle sollen nun die Ferien mit gutem Gewissen genießen.“

Aus dem Achimer Kreisblatt: https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/achim-ort44553/tonne-begruesst-oberstufe-an-igs-achim-90871110.html

Bilder: Nils Reineke